Rehbraten mit Rotkohl und Klößen, Kürbissuppe und Rotwein auf einem Holztisch in einer Gaststube

Herbstküche: Warum Wild, Kürbis und Pilze jetzt Saison haben

Wenn die Blätter der alten Eichen sich färben und die Abende kühler werden, verändert sich auch die Küche. Der Herbst ist für viele Gasthäuser die schönste Zeit des Jahres, denn jetzt kommen Zutaten auf den Tisch, die es nur für einige Wochen in bester Qualität gibt. Wir möchten Ihnen in diesem Beitrag zeigen, was die herbstliche Küche so besonders macht und warum sich regionale und saisonale Zutaten gerade jetzt lohnen.

Kürbis, Kohl und Wurzelgemüse

Der Kürbis ist wohl das bekannteste Herbstgemüse. Ob als cremige Suppe, im Ofen geröstet oder als Beilage, er bringt Farbe und eine milde Süße auf den Teller. Sorten wie Hokkaido haben den Vorteil, dass die Schale mitgegessen werden kann.

Daneben haben jetzt viele Gemüse Saison, die in der kalten Jahreszeit Kraft und Wärme geben:

  • Rotkohl und Weißkohl, klassisch geschmort oder als Salat
  • Rote Bete, Pastinaken und Karotten aus dem Ofen
  • Knollensellerie als Püree oder in der Suppe
  • Rosenkohl, der nach den ersten kalten Nächten oft milder schmeckt
  • Äpfel und Birnen für Kompott, Kuchen und herzhafte Gerichte

Wild und Pilze

Für viele Gäste gehört Wild untrennbar zum Herbst. Reh, Hirsch oder Wildschwein haben ein kräftiges Aroma und passen hervorragend zu Rotkohl, Klößen oder Spätzle und einer dunklen Soße mit Preiselbeeren. Wild aus der Region hat kurze Transportwege und stammt von Tieren, die in freier Natur gelebt haben.

Auch Pilze haben jetzt Hochsaison. Pfifferlinge, Steinpilze oder Kräuterseitlinge verfeinern Rahmsoßen, Risotto oder einfach ein Stück Brot mit Butter. Ein wichtiger Hinweis für alle, die selbst sammeln: Nehmen Sie nur Pilze mit, die Sie zweifelsfrei kennen. Im Zweifel hilft eine Pilzberatung weiter.

Traditionen rund um die Erntezeit

Der Herbst ist seit jeher die Zeit des Dankes für die Ernte. In vielen Orten wird Erntedank gefeiert, mit geschmückten Kirchen und Festen, bei denen die Gaben des Jahres im Mittelpunkt stehen. Auch der Martinstag im November mit der traditionellen Gans hat in vielen Familien einen festen Platz im Kalender.

Solche Bräuche verbinden Generationen. Sie erinnern daran, dass gutes Essen Zeit, Handwerk und Respekt vor den Zutaten braucht. Genau das möchten wir in unserer Gaststube lebendig halten, auch wenn wir die eine oder andere Idee gern modern interpretieren.

Gemütlichkeit in der Gaststube

Zur Herbstküche gehört die passende Atmosphäre. Wenn es draußen früh dunkel wird, schätzen viele Gäste einen warmen Raum, gedämpftes Licht und einen Tisch, an dem man in Ruhe zusammensitzen kann. Ein heißer Tee, ein Glas Wein oder ein Apfelpunsch runden einen solchen Abend ab.

Unser Tipp für alle, die zu Hause kochen: Schauen Sie beim Einkauf auf den Saisonkalender und fragen Sie auf dem Wochenmarkt nach, was gerade frisch geerntet wurde. Saisonale Zutaten schmecken meist intensiver und machen die Planung der Mahlzeiten leichter. Wir freuen uns, wenn Sie den Herbst bei uns genießen.